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pro aurum Mitarbeiter unterstützen Bahnhofsmission am Bahnhof Zoo

 

Soziales Engagement

16.06.14

pro aurum Mitarbeiter unterstützen Bahnhofsmission am Bahnhof Zoo

pro aurum hilft der Bahnhofsmission am Bahnhof ZooSchuhe, Kleidung, Margarine, Milch, Duschgel, Taschentücher und vieles mehr haben die Berliner Kollegen in den letzten Wochen aus eigener Tasche gesammelt und am vergangenen Donnerstag in der Bahnhofsmission am Berliner Bahnhof Zoo als Spende abgegeben. Die Initiative dazu ging von einem leitenden pro aurum Mitarbeiter aus, der regelmäßig am Wochenende ehrenamtlich in der Bahnhofsmission tätig ist.

Während sich die Berliner Niederlassung in einem schicken Teil von Charlottenburg befindet, wartet nur 500 Meter entfernt das exakte Gegenteil: Die Bahnhofsmission am berühmten Bahnhof Zoo liegt  etwas  verschämt in einer Nebenstraße – erkennbar an der langen Schlange von Menschen, die vor dem Eingang auf die dortige Essensausgabe warten.

Obdachlose, Drogenabhängige, Kranke, Arme, aber auch einfach nur gestrandete Reisende können an 365 Tagen 24 Stunden lang kostenfrei in der Bahnhofsmission essen. Bei größter Not erhalten sie dort auch gebrauchte Kleidung.

Mit rund 1.000 ausgegebenen Mahlzeiten an 600 Gäste pro Tag ist die Bahnhofsmission am Bahnhof Zoo die größte Essensausgabestelle Deutschlands. Die Mission wird von der Stadt Berlin grundfinanziert. Sie ist für die tägliche Arbeit aber dringendst auf Spenden und auf die Mitarbeit Ehrenamtlicher Kräfte angewiesen.

Da inzwischen der Ansturm zu groß geworden ist, verteilen freiwillige Helfer vor dem Eingang der Bahnhofsmission Nummernkarten. Es wird vormittags, nachmittags und abends jeweils im 3-Schicht-Betrieb Essen ausgegeben. Dabei werden die verteilten Nummern aufgerufen: „70 bis 90“…“Jetzt bitte 91 bis 110…!“ und so weiter… Nach Reihenfolge der aufgerufenen Nummern können die Bedürftigen die Mission betreten und erhalten dort das Essen, was an dem jeweiligen Tag von der „Berliner Tafel“, aber auch von Hotels und Bäckereien, gespendet wurde.

Bahnhofsmission Bahnhof Zoo - proaurum hilftDie Bahnhofsmission am Bahnhof Zoo versteht sich als „niedrigschwelliges Angebot“, das heißt: es wird niemand an der Türe abgewiesen, es wird jedem im Rahmen der Möglichkeiten in der schlimmsten Not geholfen.

„Wir haben es mit Menschen zu tun, die es ertragen müssen überall mehr oder weniger dezent abgewiesen werden. Bei uns werden Sie respektvoll behandelt und akute Not gelindert“, erklärt Dieter Puhl, Leiter der Berliner Bahnhofsmissionen. „Große Sorge machen uns die immer zahlreicher werdenden Menschen, die aus einem bürgerlichen Leben wegrutschen. So circa ab Monatsmitte kommen immer mehr Rentner zu uns in die Bahnhofsmission, um eine Mahlzeit zu sich zu nehmen. Diese Menschen haben ihr Leben lang gearbeitet, haben aber nicht genug Rente, um damit einen vollen Monat über die Runden zu kommen“, so Puhl weiter. 

Im Sommer wird an die vielen Obdachlosen vor der Bahnhofsmission kostenfrei Wasser verteilt, um Dehydrierung zu vermeiden, im Winter entscheidet oft die Anzahl der gespendeten Schlafsäcke darüber ob ein Mensch zu erfrieren droht oder nicht. „Wir haben aber weder viele Schlafplätze, noch können wir die Bedürftigen über einen längeren Weg betreuen. Wir können oftmals verhindern, dass unsere Gäste sterben. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.“„Rund 2.000 Euro kostet das Retten eines Lebens“, führt der Leiter der Bahnhofsmission weiter aus, „Geld, das oft nicht vorhanden ist. Immer wieder greifen uns aber engagierte Netzwerker unter die Arme. Einige von Ihnen sind inzwischen Freunde geworden.“

16.06.14
 
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