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Uwe Bergold: Langfristig steigt Gold auf über 5.000 Dollar

 

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16.11.16

Uwe Bergold: Langfristig steigt Gold auf über 5.000 Dollar

Uwe Bergold ist hinsichtlich der Perspektiven des Goldpreises ausgesprochen optimistisch gestimmt und prognostiziert für die nahe Zukunft neue Allzeithochs. Viel Potenzial traut er auch dem von ihm gemanagten Investmentfonds pro aurum ValueFlex zu. In dem nachfolgenden Interview begründet er seine Zuversicht.

Hier sehen Sie die neue Ausgabe von pro aurum TV mit Dirk Müller, Prof. Max Otte, Folker Hellmeyer und Uwe Bergold. Das Bergold-Interview finden Sie ab Minute 7:11.

 

Auf die jüngsten Negativmeldungen aus dem deutschen Bankensektor reagierten die Edelmetallpreise bislang eher enttäuschend. Woran hat das Ihrer Meinung nach gelegen?

Der Markt verfügt ja über einen Antizipationsmechanismus und preist negative Entwicklungen vorab ein. Mir bereitet das wenig Kopfzerbrechen, schließlich kletterte der Goldpreis in den ersten neun Monaten 2016 um mehr als 20 Prozent. Letztendlich sind nicht Einzelmeldungen, sondern die fundamentale Gesamtlage entscheidend – und die spricht angesichts steigender Geldmengen und fallender Realzinsen eindeutig für Gold.

Sie sind bekannt für ihre optimistischen Kursziele für Gold. Wie sehen Ihre Goldpreisprognosen konkret aus?

Der Goldpreis wird in ungefähr 160 unterschiedlichen Währungen gehandelt und in den meisten Fällen bewegt er sich derzeit nahe am Allzeithoch – pikanterweise sogar auch in der „Blue-Chip-Währung“ norwegische Krone. Ich gehe davon aus, dass wir in nicht allzu ferner Zukunft – sowohl in Dollar als auch in Euro gerechnet – neue Allzeithochs erreichen werden. Auf lange Sicht werden wir auf jeden Fall Goldpreise von 5.000 Dollar oder mehr sehen.

Uwe Bergold - pro aurum Value FlexIn den vergangenen Monaten hat die Aussicht auf steigende US-Zinsen den Goldpreis regelmäßig ausgebremst, obwohl höhere Renditen bekanntlich auch mit höheren Risiken gleichgesetzt werden. Mit welchem Szenario rechnen Sie hier auf längere Sicht?

Grundsätzlich sind ja nicht die Nominalzinsen, sondern die inflationsbereinigten Realzinsen entscheidend. Außerdem betreibt derzeit lediglich die US-Notenbank Fed eine auf den ersten Blick restriktive Geldpolitik, während im Rest der Welt Negativzinsen und steigende Geldmengen zu beobachten sind.

Ich gehe davon aus, dass Yellen & Co. in den kommenden Monaten aufgrund weltwirtschaftlicher und geopolitischer Probleme ihren jetzigen Kurs aufgeben und Negativzinsen sowie ein neues Kaufprogramm einführen wird. Dann sehen wir die finale Explosion der Rohstoffe inklusive Gold.

Bei Gold hat das Argument Inflationsschutz in den vergangenen Jahren eher nicht gezogen. Rechnen Sie aus dieser Ecke demnächst mit Rückenwind?

Absolut. Wir haben nämlich im Januar den Beginn eines neuen Rohstoff- bzw. Inflationszyklus gesehen, nachdem von 2011 bis 2015 die zweitstärkste Rohstoffkorrektur der Geschichte stattgefunden hat. In den kommenden ein oder zwei Jahren erwarte ich nun ein massives Inflationsproblem.

Der pro aurum ValueFlex versteht sich als Versicherung gegen Kaufkraftverlust. Er darf bis zu 30 Prozent in physische Edelmetalle investieren. Wie sieht dessen Fondsstruktur derzeit konkret aus?

In physischem Gold, welches bei pro aurum gelagert wird, sind wir derzeit ungefähr zu rund zehn Prozent investiert. Die mit Abstand größte Fondsposition stellen Goldminenwerte, gefolgt von Silberminengesellschaften dar, die 2016 allesamt in gehebelter Form von der positiven Preisentwicklung der beiden Edelmetalle profitiert haben und derzeit eine Gewichtung von 70 Prozent haben. Als Beimischung sind wir zudem in Kupfer- und Lithium-Aktien sowie Öl- und Kohleaktien engagiert. Die Cash-Quote liegt aktuell bei vier Prozent.

Welche Besonderheiten heben den pro aurum ValueFlex von ähnlich konstruierten Fonds ab?

Da denke ich vor allem an zwei Dinge. Erstens: Unter den zahlreichen Rohstofffonds fehlen uns „nur noch“ 50 Prozent zum bisherigen Rekordhoch, während vergleichbare Fonds erheblich mehr aufzuholen haben. Zweitens: Der Fonds hat ein Alleinstellungsmerkmal, da er nicht gezwungen ist, in physisches Gold bzw. Rohstoff- und Minenwerte zu investieren. Sollte irgendwann einmal die Rohstoffrally zu Ende gehen, kann er weltweit auf Standardwerte umsteigen – danach sieht es derzeit aber nicht aus!

 

Pro aurum ValueFlex:

Aufgelegt im Februar 2010 zielt dessen Strategie auf Kaufkrafterhalt und langfristiges Kapitalwachstum ab. Der pro aurum ValueFlex ist als Mischfonds und nicht als Branchenfonds konzipiert, wodurch er ein hohes Maß an Flexibilität erlangt. Außerdem dürfen bis zu 30 Prozent des Gesamtvermögens in physische Edelmetalle investiert werden. Im Rahmen der makroökonomischen Zyklik liegt der Schwerpunkt der Aktieninvestments derzeit eindeutig bei Gold- und Silberminen sowie anderen Rohstoffaktien. Sobald sich ein Ende der Edelmetall- bzw. Rohstoffhausse abzeichnet, kann das Fondsmanagement eine Umschichtung in weltweite Standardaktien vornehmen.


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