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Goldreport - Ausgabe 11/2017

 

Chartanalyse

30.11.17

Goldreport pro aurum


Ausgabe 11 / 2017

Gold: Stabilität par excellence

Im November startete der Goldpreis einen weiteren Versuch zum Überwinden der Marke von 1.300 Dollar. Angesichts rekordhoher Preise bei Aktien, Immobilien und der Kryptowährung Bitcoin kann man dem Krisenschutz Gold derzeit vor allem eines attestieren: ein hohes Maß an Stabilität.


Anhaltender Höhenflug beim Bitcoin

Getragen von robusten Konjunkturdaten aus Europa floss auch im November viel Geld in Sachwerte wie Aktien und Immobilien, selbst die Regierungskrise Deutschlands vermochte die Börsianer kaum zu verunsichern. Gold wurde dabei eher vernachlässigt und stand offensichtlich nicht ganz oben auf der „Wunschliste der Investoren“. In den USA sind mit zehnjährigen Staatsanleihen aktuell Renditen von über 2,3 Prozent möglich, während sich die US-Inflationsrate bei lediglich zwei Prozent (Oktober) bewegt. Von positiven Realzinsen ist Deutschland noch meilenweit entfernt, schließlich bieten Bundesanleihen bei zehn Jahren Laufzeit weiterhin eine magere Rendite von etwas mehr als 0,3 Prozent. Weil aufgrund der deutlich höheren Geldentwertung die Vernichtung von Geldvermögen vorprogrammiert ist, hoffen Anleger durch Dividendenzahlungen und Kurssteigerungen das Problem negativer Realzinsen zu lösen. Noch scheint dieser Lösungsansatz gut zu funktionieren.

Dass Anleger auf der Suche nach alternativen Anlagemöglichkeiten für die explodierenden Geldmengen sind, lässt sich auch am Boom – viele sprechen bereits von einer Blase – bei Kryptowährungen ablesen. Ihr bekanntester Vertreter – der Bitcoin – war im November besonders stark gefragt und legte auf Dollarbasis allein in diesem Monat um 64 Prozent zu (Stand: 29. November). Seit dem Jahreswechsel summiert sich der Wertzuwachs sogar auf 1.000 Prozent, wobei der Bitcoin Ende des Monats sogar die psychologische Schallmauer von 10.000 Dollar deutlich überwunden hat. Bei dieser relativ jungen Art von Investment wird zwar stets die Unabhängigkeit von Notenbanken betont, als „sicherer Hafen“ eignet sich die digitale Währung aber nur bedingt; zum einen aufgrund der enorm hohen Volatilität, schließlich übertrifft die historische 250-Tage-Volatilität des Bitcoins mit über 74 Prozent die vergleichbare Risikokennzahl von Gold um mehr als das Sechsfache. Zum anderen hat sich durch die Kursrally der vergangenen Jahre erhebliches Rückschlagpotenzial aufgebaut.


Das meint Robert Hartmann zum Thema „Bitcoin“

Robert Hartmann, Gründer und Geschäftsführer von pro aurum, stuft Kryptowährungen derzeit als  „heißeste Story an den Finanzmärkten“ ein und führt dies vor allem auf deren fulminante Preisentwicklung zurück. Wer beispielsweise im Jahr 2011 tausend Bitcoins zum damaligen Kurs von drei Dollar erworben hätte, wäre heute Multimillionär. Edelmetallprofi Hartmann merkt an, dass auch die Kunden von pro aurum häufig nachfragen, ob Kryptowährungen nicht das bessere Gold seien. Wie das gelbe Edelmetall sind Bitcoins bekanntermaßen ebenfalls nicht beliebig vermehrbar. Einige Analysten bezeichnen die hinter den Coins steckende Technologie der Blockchain sogar als größte Revolution seit der Entstehung des Internets. Ob zu Recht oder nicht, wird die Zukunft zeigen. Robert Hartmann sagt: „Natürlich beobachten wir die Entwicklung bei Kryptowährungen sehr genau. Doch getreu dem Motto ‚Schuster bleib bei deinen Leisten‘ gebe ich an dieser Stelle aber gerne zu, dass ich zu wenig technologisches Know-how habe, um konkrete Investitionsempfehlungen auszusprechen.“ Robert Hartmann weiß nicht, ob der Kurs des Bitcoins demnächst bei 20.000 oder 100 Dollar stehen wird. Blickt man jedoch auf den Chart des Bitcoins interpretiert er die Bewegung als „zu steil“. Soll heißen: Für interessierte Anleger sollte es in den kommenden Monaten bessere Einstandskurse geben als heute.


Nachfolger von Fed-Chefin Janet Yellen steht fest

And the winner is: Jerome Powell. Anfang November stellte US-Präsident Donald Trump den bisherigen US-Notenbank-Gouverneur als Nachfolger von Janet Yellen vor, deren Amtszeit im Februar 2018 endet. Der Republikaner Powell wurde von Barack Obama 2012 in die Fed berufen und hat in den vergangenen fünf Jahren stets die mehrheitliche Meinung des Gremiums vertreten. Das heißt: Der Neue ist kein „Greenhorn“ und steht daher für ein hohes Maß an Kontinuität. Kapitalmarktexperten sagen ihm aber nach, für eine Deregulierung der Bankenbranche offener zu sein als die bisherige Fed-Vorsitzende. Vor einem für die Fed zuständigen Finanzausschuss des US-Senats versprach er Ende des Monats, die Unabhängigkeit und die Überparteilichkeit der Institution zu bewahren. Außerdem werde er alles tun, um ein maximales Beschäftigungsniveau zu erreichen und die Preisstabilität sicherzustellen. Größere Überraschungen gab es bei der Anhörung des designierten Fed-Chefs keine.

Robert Hartmann weist darauf hin, dass natürlich niemand weiß, wie der 64-Jährige auf einer der einflussreichsten Positionen der Weltwirtschaft künftig agieren wird. Er vermutet allerdings, dass sich an der bisherigen Politik der kleinen Schritte nichts ändern werde. Powell soll mit Yanet Yellen sehr gut zusammengearbeitet haben – insbesondere bei wichtigen Fragen wie dem Einsatz von Quantitative Easing und bei der Gestaltung der Leitzinsen.


Xetra-Gold: vor zehn Jahren am Markt lanciert

Am 29. November 2007 wurde Xetra-Gold von der Deutsche Börse Commodities GmbH emittiert und am 14. Dezember 2007 erstmals gehandelt. Seit Jahren gilt das physisch besicherte und mit einem Lieferanspruch ausgestattete Wertpapier hierzulande als eines der am häufigsten gehandelten Exchange-traded Commodities (ETCs). Robert Hartmann merkt an, dass pro aurum schon bei der Einführung von Xetra-Gold deutlich gemacht hatte, dass man diese Form von Papiergold als Bereicherung für den Goldmarkt und weniger als Konkurrenzprodukt ansieht. Edelmetallexperte Hartmann begründet dies folgendermaßen und sagt: „Aus meiner persönlichen Sicht richtet sich Xetra-Gold – im Gegensatz zum direkten Erwerb von Goldbarren und -münzen – vorwiegend an institutionelle Kunden und solche Privatkunden, die eher kurzfristige Handelsstrategien verfolgen. Für Kunden, die schon heute wissen, dass sie am Ende physisch in Goldbarren investieren möchten, lohnt sich der Umweg über Xetra-Gold nicht.“ Dies läge vor allem an dem relativ komplexen Auslieferungsprozess und den Kosten. Letztere fallen nämlich deutlich höher aus als beim direkten Kauf beim Edelmetallhändler Ihres Vertrauens.


Kein „prickelnder“ November

Robert Hartmann bezeichnete die Umsätze im November als „nicht wirklich prickelnd“, führte dies auf die Seitwärtsbewegung der Edelmetallpreise zurück und meint: „Viele Anleger warten auf ein Signal des Marktes. Sollten wir einen Impuls des Goldpreises nach unten sehen, rechne ich mit einem guten Dezember. Kommt es dagegen zu starken Kurssteigerungen, wird es spannend.“ Dann würde sich nämlich die Frage stellen, ob die Anleger noch auf den fahrenden Zug aufspringen oder auf dem höheren Preisniveau Kasse machen. Der Goldpreis korrigiert mittlerweile seit sechs Jahren. Katerstimmung herrscht daher bei Anlegern, die in diesem Zeitraum investiert haben. So weist Hartmann auf die Zunahme von Verkaufsorders der Kunden hin, wann immer sich der Goldpreis über 1.100 Euro pro Feinunze bewegt. Dabei handelt es sich zwar nicht um große Mengen, aber dennoch scheint die Stimmung unter den Kleinanlegern relativ verzweifelt zu sein. Es sieht so aus, als ob sie dem gelben Edelmetall zukünftig wenig zutrauen und sich deshalb von ihm abwenden, um in boomende Aktienmärkte oder Kryptowährungen zu investieren. Ob das mittel- bis langfristig die richtige Strategie ist, bezweifelt Robert Hartmann und sagt: „Edelmetalle sind ein Anker in jedem Portfolio und sollten je nach Risikotragfähigkeit ein Gewicht zwischen 15 und 20 Prozent einnehmen – als Versicherung für den Ernstfall und zum Erhalt der angesparten Lebensleistung.“

Hinweis in eigener Sache: Digitale Währungen hin, digitale Währungen her, um den Bezug zur real existierenden Welt nicht zu verlieren, sollten sich Anleger immer wieder persönlich und intensiv mit der Finanzmaterie auseinandersetzen. Am 25. November haben mehr als 80 Besucher in der Zentrale von pro aurum im Rahmen des ersten „Goldhaus-Symposiums“ umfassend davon Gebrauch gemacht. Fünf erfahrene Experten gaben ihr Fachwissen zu den Themen Cyberkriminalität, Bitcoin und Edelmetalle preis und begeisterten ihre Zuhörer. In diesem Kontext sollten sich alle Goldinteressierten auch den verkaufsoffenen Samstag am 16. Dezember schon einmal vormerken. An diesem Tag kann man in sämtlichen pro aurum Filialen Gold kaufen und dabei von diversen geldwerten Sonderaktionen profitieren. Für alle, dich sich nach dem „Black Friday“ bzw. dem „Cyber Monday“ wieder nach etwas Traditionellem sehnen, kommt unser guter alter pro aurum Adventskalender wie gerufen. Ab dem 1. Dezember öffnet sich jeden Tag ein neues Türchen und präsentiert ein ausgewähltes Goldgeschenk zu einem Sonderpreis, der nur 24 Stunden Gültigkeit hat. Unser Tipp: Am besten täglich vorbeischauen!


Drei Fragen an die Privatkunden von pro aurum

Im November haben sich an der Stimmungsumfrage von pro aurum insgesamt 1.289 Personen beteiligt. Trotz starker Aktienmärkte sind mittlerweile wieder die Käufer leicht in der Überzahl. So hat sich im November der Anteil der Kaufwilligen von 49,4 auf 50,7 Prozent erhöht. Im Gegenzug sank die Quote der Anleger mit abwartender Haltung auf 49,3 Prozent (Vormonat: 50,6 Prozent).



Bei der Frage nach der Bewertung von Edelmetallen gab es im November erhebliche Veränderungen zu vermelden. Mittlerweile vertreten lediglich 60,0 Prozent der Befragten (Oktober: 68,9 Prozent) die Meinung, dass Edelmetalle derzeit unterbewertet sind. Eine faire Bewertung sehen 30,3 Prozent der Umfrageteilnehmer, nachdem dieser Prozentsatz im Monat zuvor bei 21,6 Prozent gelegen hat. Weiterhin am geringsten vertreten ist die Ansicht, dass Edelmetalle überbewertet seien. Hier war im Berichtszeitraum ein marginaler Anstieg von 9,5 auf 9,7 Prozent registriert worden.



Hinsichtlich der Preisperspektiven von Edelmetallen für das kommende Quartal geht weiterhin eine Mehrheit der Befragten von einem Seitwärtstrend aus. Deren Quote ermäßigte sich aber auf Monatssicht von 48,0 auf 47,7 Prozent. Markant bergauf ging es hingegen mit dem Anteil optimistischer Prognosen, wo im November ein Zuwachs von 35,6 auf 39,9 Prozent zu beobachten war. Fallende Preise erwartet weiterhin eine Minderheit. Hier war ein Rückgang von 16,4 auf 12,4 Prozent zu vermelden.


 


Chartanalyse von pro aurum Partner Uwe Bergold: Rohöl läuft der Inflation und somit Gold voraus

Am 17.09.2017 veröffentlichte ich auf Goldseiten.de einen Artikel mit dem Titel „Überprüfen Sie rechtzeitig Ihren Heizölbestand“. Hierin wies ich daraufhin, dass Heizöl einen kurzen Vorlauf auf Rohöl aufweist, welches wiederum einen Vorlauf auf die Konsumentenpreisentwicklung besitzt. Des Weiteren schrieb ich, dass Rohöl, entgegen der tagtäglichen „Experten-Kommentare“ (Lagerbestände, Produktionskapazitäten etc.) eine sehr bullische Konstellation aufweist.

Seitdem stieg nun das Rohöl in nur zwei Monaten um über 15 Prozent, ohne dass dies vom Publikum wahrgenommen worden wäre. Besonders auffallend ist hierbei das Überschreiten des Jahreshochs aus dem Jahr 2016, was markttechnisch, durch die Komplettierung der mittelfristigen Bodenformation, einen neuen zyklischen Bullenmarkt definiert. Wir befinden uns seit dem Januar 2016 im Finale einer säkularen Rohstoff-Hausse, weshalb Sie sich auch auf weiter signifikant steigende Rohölpreise einstellen sollten. Nicht das wirtschaftliche Wachstum, sondern die Geopolitik (wie in jedem säkularen Finale) wird der Auslöser (Ursache Geldpolitik) für die Rohstoffpreis- und somit für die Inflationsexplosion sein. Gold als Inflationsseismograf wird zwangsweise darauf reagieren. Silber und Edelmetallaktien werden hierbei als Hebel agieren.


 

„Bemerkenswerter Weise ist die gebildete Schicht einfältiger als die ungebildete. Die begeistertsten Anhänger des Marxismus, des Nationalsozialismus und des Faschismus waren die Intellektuellen, nicht die Grobiane.“

Ludwig von Mises


Innovatives Investmentkonzept im Rahmen der Makroökonomischen Zyklik

Wir decken mit unseren drei Investmentfonds (Internationale Mischfonds), während der strategischen Gold-& Hausse, alle Segmente der Edelmetall- und Rohstoffaktien ab:

- pro aurum ValueFlex (WKN: A0Y EQY)
  Schwerpunkt: Gold, Large-Cap Edelmetall- & Rohstoffaktien / Standardaktien

- GR Noah (WKN: 979 953)
  Schwerpunkt: Mid-Cap Edelmetall- & Rohstoffaktien / Standardaktien

- GR Dynamik (WKN: A0H 0W9)
  Schwerpunkt: Small-Cap Edelmetall- & Rohstoffaktien / Standardaktien



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Ihr Ansprechpartner bei der pro aurum KG:
Benjamin Summa, Unternehmenssprecher
Telefon: +49 (89) 444 584 344
Mobil: +41 78 693 97 21
E-Mail: benjamin.summa@proaurum.de

 

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