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Goldreport - Ausgabe 10/2016

 

Chartanalyse

28.10.16

Goldreport pro aurum


Ausgabe 10 / 2016

Gold: Relative Stärke trotz massiver Verkäufe

Im Oktober gab es beim Goldpreis eine markante technische Korrektur zu beobachten. Seit dem Jahreswechsel entwickelte sich das gelbe Edelmetall mit plus 17 Prozent dennoch besser als die wichtigsten internationalen Aktienindizes.

Im Oktober unterschritt der Goldpreis sein Anfang Juli erzieltes Jahreshoch von 1.375 Dollar in der Spitze um mehr als 130 Dollar und sorgte mit dem damit verbundenen Verletzen der 200-Tage-Linie an den Goldmärkten zeitweise für erhöhte Nervosität. Angesichts der Entwicklung an den Terminmärkten, wo Großspekulanten (Non-Commercials) laut aktuellem Wochenbericht der US-Aufsichtsbehörde Commodity Futures Trading Commission innerhalb von zwölf Wochen ihre Netto-Long-Position (Optimismus überwiegt) von 369.000 auf rund 180.000 Gold-Futures kräftig zurückgefahren haben, hätte die technische Korrektur durchaus heftiger ausfallen können oder fast schon müssen. Dies kann man daher als Beleg von relativer Stärke sehen sowie als Beweis für ein weiterhin vorhandenes Grundvertrauen in Gold bzw. Misstrauen gegenüber Geld interpretieren.

Robert Hartmann, Gründer und Geschäftsführer von pro aurum, weist auf die während der Korrekturphase zu beobachtenden Zuflüsse physisch hinterlegter Gold-ETFs hin und sagt: „Für mich ist das sehr bemerkenswert. Es zeigt nämlich, dass Smart Money weiterhin in Gold investiert.“ Grundsätzlich interpretiert er die jüngste Entwicklung beim Goldpreis als einen „gesunden Rücksetzer“. Kurzfristig mag es noch den einen oder anderen schwachen Handelstag geben, aber solche Tage stuft der erfahrene Edelmetallexperte als sehr gute Einstiegsmöglichkeiten für mittel- bis langfristig orientierte Anleger ein.

Was für Gold gilt, trifft seiner Meinung nach auch auf Goldminen zu. Diesbezüglich konstatiert er: „Beim NYSE Arca Gold BUGS Index wurde die 200-Tage-Linie ebenfalls erfolgreich getestet. Nach einem fulminanten Anstieg um 180 Prozent seit Jahresbeginn sackten die Minenaktien innerhalb von weniger als neun Wochen um knapp 30 Prozent ab.“ Robert Hartmann rät Anlegern, dass sie sich davon aber nicht verunsichern lassen sollten und sagt: „Ich denke, der Einstieg sollte sich auf dem aktuellen Niveau für risikobewusste Anleger lohnen!“

Gut zu wissen: Mit dem Mischfonds pro aurum ValueFlex (WKN:A0YEQY) kann man sowohl in physisches Gold als auch in Goldminen-Aktien investieren und deckt somit auf einen Schlag gleich zwei interessante Investment-Storys ab. Interessierte Anleger können sich auf der am 3. und 4. November in München stattfindenden Edelmetallmesse am Stand von pro aurum (Stand 14) über den Fonds informieren. Apropos Edelmetallmesse: In diesem Jahr bietet pro aurum auf der Messe keine Edelmetalle zum Verkauf an, doch das Münchner Goldhaus von pro aurum ist bei Bedarf in weniger als 20 Autominuten erreichbar.


Negativzinsen auf dem Vormarsch

Nach der Deutschen Skatbank und der Volksbank Gmund wurde im Oktober bekannt, dass eine weitere Bank von Privatanlegern Strafzinsen kassieren will. Dabei handelt es sich um die in Sachsen-Anhalt ansässige Volksbank Stendal. Ab Einlagen von 100.000 Euro verlangen die Genossen von ihrer Bankkundschaft Zinsen in Höhe von 0,4 Prozent p.a. und geben damit den von der Europäischen Zentralbank für Bankeinlagen erhobenen Negativzins 1:1 weiter. Bislang sind Deutsche von Strafzinsen kaum betroffen, aber was nicht ist, kann ja noch werden. Da die überwiegende Mehrheit der Banken derzeit keine Strafzinsen verlangt und lediglich eine Minderheit der Kunden über Bankguthaben von mehr als 100.000 Euro verfügt, ist das Problem für die breite Masse noch nicht akut. Laut einer repräsentativen Emnid-Umfrage zu diesem Thema befürchten aber immer mehr Anleger, dass sie in Zukunft Strafzinsen für ihr Erspartes entrichten müssen. Mittlerweile rechnen 40 Prozent der Bundesbürger mit einem solchen Szenario. Zur Erinnerung: Im Februar fiel diese Quote mit 30 Prozent deutlich niedriger aus. Robert Hartmann, Gründer und Geschäftsführer von pro aurum, befürchtet auf lange Sicht sogar einen Anstieg der Negativzinsen auf drei bis vier Prozent und warnt vor einem geldpolitischen Experiment mit völlig offenem Ausgang. Beim Thema Negativzinsen sollten sich Anleger vor allem eine Frage stellen: Welchen Wert hat eigentlich eine Währung, die keine Zinsen bietet, sondern für dessen Besitz Strafzinsen verlangt werden?


Strafzinsen machen Gold noch interessanter

Die Liste der unkonventionellen geldpolitischen Maßnahmen derEuropäischen Zentralbank ist ziemlich lang – Negativzinsen gehören zweifellos dazu. Vor Jahrzehnten noch undenkbar, sind sie in Europa und Japan bereits geldpolitischer Alltag geworden. Für Gold sind negative Zinsen aus mehreren Gründen ein wahrer Segen. Das Ziel der Notenbanken, den Konsum und Investitionen anzukurbeln, kann sich nämlich ins Gegenteil verkehren. In Dänemark, wo die Notenbank bereits 2012 Negativzinsen eingeführt hat, fällt das Ergebnis ernüchternd aus. Sparer wurden nämlich durch Negativzinsen nicht konsumfreudiger, sondern verunsicherter. Dies machte sich in rückläufigen Investitionen und einer höheren Sparquote bemerkbar. Niedrige oder gar negative Zinsen sind aber auch aus einem anderen Grund gut für Gold. Früher wurde ein Problem von Gold auf folgende Aussage reduziert: „Gold zahlt keine Zinsen.“ Mittlerweile dürfen sich Goldbesitzer über folgenden Sachverhalt freuen: „Gold kostet keine Zinsen.“ Grundsätzlich unterminieren Negativzinsen das Vertrauen in eine Währung und lassen Gold als attraktive Alternative erscheinen.

Tatsache ist: In den vergangenen Wochen hat die Diskussion um steigende US-Leitzinsen an den Goldmärkten zu erhöhtem Verkaufsdruck und einem rückläufigen Goldpreis geführt. Doch Anleger sollten dabei Folgendes stets im Hinterkopf behalten: Steigende US-Leitzinsen gelten derzeit zwar als wahrscheinlich, sind aber noch keineswegs beschlossen. Außerdem dürfte ein markantes Anheben des Zinsniveaus relativ unwahrscheinlich sein, da weder der Staat noch Unternehmen dies verkraften würden. Für die Konjunktur würde die ausbleibende Geldspritze wohl zur Giftspritze mutieren und Schwellenländern würde eine massive Kapitalflucht drohen. Außerdem müssen steigende Leitzinsen oder Anleiherenditen nicht zwangsweise die Attraktivität von Gold belasten. In diesem Zusammenhang sind nämlich vor allem die Realzinsen besonders wichtig – also das, was die Inflation von den Zinsen übrig lässt. Übertrifft die Inflation die Anleiherendite oder steigt die Teuerungsrate schneller als die Zinsen, spricht dies alles neben diversen anderen Gründen für den Besitz von Gold.


Käufer im Oktober eindeutig in der Überzahl

Für Edelmetallhändler wie pro aurum hat der Preisrückgang laut Robert Hartmann das Geschäft befeuert. Diesbezüglich merkt er an: „Auf neun Käufer kam nur ein Verkäufer. Besonders gesucht waren Goldbarren in den Gewichtsklassen 100 Gramm und 1.000 Gramm sowie die Unzenmünzen Krügerrand und Maple Leaf.“ Bei Silber waren ebenfalls steigende Umsätze zu beobachten, wobei sich hier das Interesse auf die differenzbesteuerten Anlagemünzen Maple Leaf aus Kanada und das australische Känguru konzentriert hat. Hartmann rechnet mit Blick auf das Jahresende mit einer anhaltend guten Auslastung, gibt aber Folgendes zu bedenken: „Aktuell ist unser Lager noch gut bestückt. Sollte aber die Nachfrage auf dem derzeit erhöhten Niveau verharren oder sogar ansteigen, könnte es – bedingt durch die verminderten Aktivitäten der Produzenten – ab Mitte Dezember zu Engpässen kommen.“

Drei Fragen an die Privatkunden von pro aurum
 

Im Oktober haben sich 407 Personen an der Sentiment-Umfrage von pro aurum (September: 396) beteiligt. Der schwächere Goldpreis ging an den deutschen Anlegern nicht spurlos vorüber und drückte auf die Stimmung. So hat sich die Quote der Käufer gegenüber dem Vormonat von 44,8 auf 38,6 Prozent reduziert, während im Gegenzug bei den Anlegern mit abwartender Haltung ein Anstieg von 55,2 auf 61,4 Prozent registriert worden war.

 

Bei der Frage nach der Bewertung von Edelmetallen hat im Oktober die Skepsis leicht zugenommen. Eine Unterbewertung sehen mittlerweile nur noch 68,4 Prozent nachdem dieser Wert im September noch bei 72,5 Prozent lag. Eine Überbewertung sehen aktuell 8,6 Prozent der Anleger (September: 6,3 Prozent), während 23,0 Prozent der Befragten (September: 21,2 Prozent) Edelmetalle derzeit als fair bewertet betrachten.

 

Befragt nach den Preisperspektiven von Edelmetallen für das kommende Quartal gab es im Oktober keine größeren Stimmungsveränderungen zu beobachten. Mit steigenden Edelmetallpreisen rechnet derzeit eine Mehrheit von 45,0 Prozent (Vormonat: 46,1 Prozent). Leicht reduziert hat sich auch die Einschätzung, dass die Edelmetalle seitwärts tendieren werden. Hier fiel die Quote im Berichtszeitraum von 40,9 auf 39,8 Prozent zurück. Zugenommen hat lediglich die Anzahl der Pessimisten. Hier kam es nämlich zu einem Anstieg von 13,0 auf von 15,2 Prozent.

Chartanalyse von pro aurum-Partner Uwe Bergold:
Rohstoffaktien beenden ihre kurzfristige Konsolidierung


Von den meisten unbemerkt, beendete der – den Edelmetallaktien übergeordnete – Rohstoffaktienindex in der dritten Oktoberwoche seine kurzfristige Konsolidierung, welche im August 2016 begann (siehe hierzu bitte grünen Kreis in der Abbildung). Der unten abgebildete Index ist das Anlageuniversum der GR Asset Management, bestehend aus 500 Aktien der Bereiche Edelmetall-, Basismetall-, Öl-, Gas-, Kohle- und Uranaktien. 85 Prozent dieser Aktien befinden sich auf Wochenschlusskursbasis (KW 42), markttechnisch betrachtet, mittelfristig (zyklisch) in einer Hausse. Bei den 200 Edelmetallaktien sind es derzeit sogar 95 Prozent. Damit setzen die Rohstoffaktien ihre mittelfristige Hausse, welche im Januar dieses Jahres begann, mit Ablauf der Kalenderwoche 42, weiter fort. Stellen Sie sich auf die nächsten 100 Prozent Plus bei den Edelmetallaktien in den kommenden sechs Monaten ein. 


„Der Goldstandard war ein ruhiger Wachhund, der unbegrenzte öffentliche Ausgaben verhinderte. Ich kann keine Beweise finden, die die Hoffnung unterstützen würden, dass unsere Papierwährung sich letztlich besser entwickeln wird als vergleichbare Experimente in anderen Ländern. Wegen unserer wirtschaftlichen Stärke könnte die Krankheit des Papiergeldes bei uns viele Jahre brauchen, bis sie sich voll entwickelt ... aber wir könnten auch bald schon die kritische Phase erreichen. Wenn dieser Tag eintrifft, dann werden unsere politischen Führer wahrscheinlich finden, dass ein ausländischer Krieg und rücksichtslose Reglementierungen die glänzende Alternative zu einer heimischen Wirtschaftskrise sind.“

Howard Buffett (Vater der Investmentlegende Warren Buffett)
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Unsere – im Rahmen der säkularen Zyklik – verwalteten Investmentfonds:

- pro aurum ValueFlex (WKN: A0Y EQY)
  Schwerpunkt: Gold, Large-Cap Edelmetall- & Rohstoffaktien / Standardaktien

- GR Noah (WKN: 979 953)
  Schwerpunkt: Mid-Cap Edelmetall- & Rohstoffaktien / Standardaktien

- GR Dynamik (WKN: A0H 0W9)
  Schwerpunkt: Small-Cap Edelmetall- & Rohstoffaktien / Standardaktien



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Benjamin Summa, Unternehmenssprecher
Telefon: +49 (89) 444 584 344
Mobil: +49 (151) 16 24 51 51
E-Mail: benjamin.summa@proaurum.de

 

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