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Goldreport - Ausgabe 08/2016

 

Chartanalyse

31.08.16

Goldreport pro aurum


Ausgabe 08 / 2016

Gold: Aufwärtsdrang gerät ins Stocken

Im August vollzog der Goldpreis auf dem erhöhten Niveau eine Seitwärtsbewegung zwischen 1.310 und 1.370 Dollar. Drei Themen wurden dabei besonders intensiv diskutiert: die künftige Entwicklung der US-Zinsen, die Auswirkungen des Brexit-Votums der Briten sowie der politische Krisenfaktor Trump.

Letztgenannter hatte zuletzt jedoch an Schrecken verloren, schließlich hat sich in den vergangenen Wochen der Vorsprung von Donald Trump gegenüber Hillary Clinton in einen erheblichen Rückstand gewandelt. Die US-Notenbank Fed nannte die am 8. November stattfindende Wahl des 58. US-Präsidenten als Grund, weiterhin abzuwarten. Mittlerweile haben aber einige US-Notenbanker Statements abgegeben, die auf eine Zinserhöhung noch in diesem Jahr hindeuten. Weil auch die Diskussionen um die Folgen des angekündigten Brexit von den Finanzmärkten relativ „cool weggesteckt“ wurden, trieben die Zinsspekulationen in den USA den Dollar nach oben und bremsten dadurch den Aufwärtsdrang des Goldpreises. Von einem nachhaltigen Stimmungs- oder gar Trendwechsel kann aber auf keinen Fall gesprochen werden.

Dazu sind die Probleme der Finanzmärkte einfach zu groß und zu zahlreich – vor allem in Europa. Griechenland, Brexit, Terrorgefahr, Flüchtlingsproblematik sowie die europäische Bankenkrise lassen Gold – ungeachtet der Aussicht auf leicht steigende US-Zinsen – als Krisenwährung und Stabilitätsanker als sinnvolles und notwendiges Investment erscheinen. Dabei überzeugt auch dessen relativ niedrige Volatilität (Kursschwankungsintensität). Mit 16,0 Prozent weist der von der US-Terminbörse CBOE entwickelte und auf Basis von Optionen auf Gold-ETFs berechnete Gold-Volatilitätsindex ein niedrigeres Risiko als sein Pendant auf den extrem breit diversifizierten US-Aktienindex Russell 2000 (17,6 Prozent) auf.

 

„Smart Money“ setzt verstärkt auf Gold

Mitte August informierte die US-Wertpapieraufsicht, wie sich im zweiten Quartal die Besitzverhältnisse des weltgrößten Gold-ETFs SPDR Gold Shares verändert haben. Zur Erinnerung: Jahrelang galt der Hedgefonds des US-Milliardärs John Paulson als größter Einzelinvestor des aktuell 957 Tonnen schweren Gold-Wertpapiers. Ende Dezember hielt er noch mit 5,775 Millionen Anteile die Pole-Position inne. Ein halbes Jahr später hat sich dessen Bestand auf 4,775 Millionen ETFs reduziert. Dadurch rutschte er auf Rang 9 der größten Einzelaktionäre ab. Überholt wurde er im ersten Halbjahr vor allem von Investment- banken und Vermögensverwaltern aus den USA. Bei den drei wichtigsten Einzelinvestoren handelt es sich um Blackrock Advisors, CI Investments und die Bank of America. Besonders interessant: Blackrock verwaltet weltweit am meisten Kapital und scheint nun verstärkt auf Gold zu setzen – wenn das kein Omen ist.

Seit Ende Dezember hat Blackrock Advisors (1) seine Bestände an Gold-ETFs von 1,94 Millionen auf 14,6 Millionen Anteile (+652 Prozent) gesteigert, während bei CI Investments (2) sogar ein Zuwachs von 945.000 auf 9,4 Millionen (+895 Prozent) und bei der Bank of America (3) ein Plus von 2,9 Millionen auf 8,1 Millionen ETFs (+179 Prozent) registriert worden war. Des Weiteren rangieren mittlerweile folgende Gesellschaften vor US-Milliardär John Paulson: Wells Fargo & Company (6,7 Millionen), Morgan Stanley (6,0 Millionen), Blackrock Group (5,2 Millionen), First Eagle Investment Management (5,0 Millionen) und BNP Paribas Arbitrage (4,8 Millionen). Dies alles lässt vor allem einen Schluss zu: „Smart Money“ setzt nicht nur auf Aktien, sondern mittlerweile auch verstärkt auf den Krisenschutz Gold. Privatanleger sollten innerhalb ihres Portfolios daher ebenfalls das Standbein Gold als Stabilitätsanker auf keinen Fall vernachlässigen.

Robert Hartmann, der Gründer und Geschäftsführer von pro aurum, geht davon aus, dass der Zustrom von Investorengeldern in Gold-ETFs weiter anhalten wird. Angesichts rekordhoher Börsen in den USA und einer anhaltenden Blase an den Anleihemärkten verweist er auf prominente Stimmen, die für diese beiden Anlageklassen dunkle Wolken am Horizont sehen. Außerdem würden sich immer mehr Milliardäre wie zum Beispiel Soros, Gross, Druckenmiller oder Rothschild zu Wort melden bzw. sie lassen – was viel wichtiger ist – Taten in Form von Goldinvestments folgen. Hartmann konstatiert deshalb: „Keiner weiß, wie das von den Notenbanken gestartete größte Experiment der Finanzgeschichte ausgehen wird. Daher versichern sich global immer mehr Anleger gegen ein eventuelles Scheitern der Politik des billigen Geldes.“ 

 

World Gold Council meldet rekordhohe ETF-Zuflüsse

Der am 11. August vom World Gold Council veröffentlichte Halbjahresbericht über Angebot und Nachfrage an den globalen Goldmärkten
wies ebenfalls einige interessante Aspekte auf. Erstens: Mit 1.063,9 Tonnen markierte die Nachfrage im Investmentsektor einen neuen Rekord – noch nie waren Goldbarren, -münzen und -ETFs in einem ersten Halbjahr stärker gefragt als 2016. Der alte Rekord aus dem Krisenjahr 2009 – als die globalen Finanzsysteme vor dem Zusammenbruch standen – wurde sogar um 16 Prozent übertroffen. Zweitens: Rekordhohe ETF-Zuflüsse in Höhe von 580 Tonnen haben das bisherige Allzeithoch aus dem Jahr 2009 deutlich übertroffen. Damals fielen die Kapitalzuflüsse mit „lediglich“ 458 Tonnen erheblich geringer aus. Aber es gab auch regionale Besonderheiten zu berichten. In wichtigen Goldmärkten wie China, Indien sowie wie im Mittleren Osten gab es einen regelrechten Einbruch der Goldnachfrage zu vermelden. Im zweiten Quartal stellte sich im Vergleich zum Vorjahr in China ein Minus von 14 Prozent auf 183,7 Tonnen ein, während in Indien ein Rückgang um 18 Prozent auf 131,0 Tonnen und im Mittleren Osten sogar eine Reduktion um 20
Prozent auf 57,4 Tonnen registriert worden war. Dies dürfte auch am deutlich gestiegenen Goldpreis gelegen haben, schließlich gelten insbesondere die Asiaten als ausgesprochen preissensitive Käufer. 

 

Im August ruhiger Handel bei pro aurum

Urlaubsbedingt verläuft der Handel von Barren und Münzen aus Edelmetallen in den Sommermonaten relativ unaufgeregt. Für den Monat August zog Robert Hartmann folgendes Fazit und meinte: „Der Handel verlief relativ ruhig und in geordneten Bahnen. Die Verfügbarkeit seitens der Produzenten ist nach wie vor gegeben. Alle wichtigen Produkte sind aktuell binnen weniger Tage zu haben. Kurzum: keine Besonderheiten in der seit jeher recht ‚langweiligen‘ Urlaubszeit.“ Befragt nach den Aktivitäten besonders vermögender Privatkunden merkte Hartmann an, dass bei pro aurum der durchschnittliche Warenkorb der Kunden rund 10.000 Euro beträgt. Natürlich gäbe es aber auch sehr vermögende Kunden, die weitaus größere Transaktionen vollziehen. Diese Geschäfte würden allerdings in der Regel nicht online, sondern persönlich getätigt. „Smart Money“ geht beim Edelmetallkauf anders vor. Die Kunden kommen auf pro aurum zu und lassen sich die Transaktion vorab erläutern. Kunden, die eine Million Euro oder mehr investieren möchten, suchen den Dienstleister ihrer Wahl in der Regel sehr sorgfältig aus. Goldexperte Hartmann sagt: „Nicht wenige kommen hierfür ins Goldhaus nach München, um mit der Geschäftsleitung eine Führung durch das Unternehmen zu machen. Danach werden die Kunden individuell nach deren Bedürfnissen beraten und die Konditionen sowie die Abwicklung des Geschäfts festgelegt.“ In wenigen Fällen erreichen solche Transaktionen einen Gegenwert von fünf Millionen Euro und mehr. Im Schnitt betreut pro aurum ein bis zwei solcher Kunden im Monat.

 

Drei Fragen an die Privatkunden von pro aurum

An der jüngsten Sentiment-Umfrage von pro aurum haben sich im August 424 Personen (Juli: 450) beteiligt. Im August hat unter deutschen Anlegern die Kauflaune gegenüber dem Vormonat leicht nachgelassen. So rutschte der Anteil der Käufer innerhalb eines Monats von 39,4 auf 36,7 Prozent ab. Bei den Anlegern mit abwartender Haltung war im Gegenzug ein Anstieg von 60,6 auf 63,3 Prozent registriert worden.

Gold: Abwarten oder kaufen?

Hinsichtlich der Bewertung von Edelmetallen gab es im Berichtszeitraum keine signifikanten Veränderungen zu vermelden. Nachdem im
Juli 71,0 Prozent der Befragten Edelmetalle als unterbewertet eingestuft hatten, sank dieser Anteil nun auf 68,7 Prozent ab. Eine Überbewertung sehen derzeit 10,6 Prozent der Anleger (Juli: 7,9 Prozent), während sich die Quote für eine faire Bewertung von 21,1 auf 20,7 Prozent leicht reduziert hat.

Bewertung von Gold? Fair?

Bei der Frage nach den Preisperspektiven von Edelmetallen für das kommende Quartal prognostizierte eine Mehrheit von 41,5 Prozent
der Umfrageteilnehmer (Juli: 40,7 Prozent) steigende Edelmetallpreise. Mit einem Seitwärtstrend haben im August 37,7 Prozent gerechnet, nachdem im Vormonat noch eine Quote von 49,0 Prozent gemeldet worden war. Der Anteil der Pessimisten hat sich hingegen stark erhöht und sprang von 10,3 auf 20,8 Prozent.

Goldpreise fallen oder steigen?

 

Chart des Monats von pro aurum-Partner Uwe Bergold: Rohstoff-Standardaktien-Ratio bestätigt einwandfrei die begonnene finale zyklische Hausse im Gold- und Rohstoffsektor

Dividiert man den MSCI-Rohstoffaktien- durch den MSCI-Standardaktien-Index (Rohstoff-Standardaktien-Ratio), so wird die relative Stärke des Gold- & Rohstoffsektors gegenüber dem Standardaktienmarkt objektiv eindeutig visualisiert (siehe hierzu bitte unteren Teil des Charts). Seit dem Jahr 2000, in dem unser strategischer Wechsel von Standardaktien hin zu Edelmetallinvestments stattfand, befindet sich dieses Verhältnis säkular, mit zwei zyklischen Unterbrechungen, in einem Aufwärtstrend. Diese beiden mittelfristigen Baissen fanden fünf Monate im Jahr 2008 und fünf Jahre, von Januar 2011 bis Januar 2016, statt. Zu Beginn dieses Jahres hat nun die dritte und finale zyklische Hausse, innerhalb des bereits 16 Jahre andauernden intakten säkularen Aufwärtstrends, begonnen. Gold- & Silberaktien erwirtschaften in solch zyklischen Rohstoff-Hausse-Phasen immer eine positive Prämie auf den übergeordneten Rohstoffaktiensektor. So wie wir am Anfang dieser säkularen Gold- & Rohstoff-Hausse – zum Jahrtausendwechsel – alles in Gold, Silber und Edelmetallaktien investiert haben, so werden wir am Ende dieses strategischen Trends auch alle Edelmetallinvestments in unseren drei Fonds wieder in Standardaktieninvestments tauschen.

Chart des Monats

 

 
Unsere – im Rahmen der säkularen Zyklik – verwalteten Investmentfonds:


- pro aurum ValueFlex (WKN: A0Y EQY)
Schwerpunkt: Gold, Large-Cap Edelmetall- & Rohstoffaktien / Standardaktien

- GR Noah
(WKN: 979 953)
Schwerpunkt: Mid-Cap Edelmetall- & Rohstoffaktien / Standardaktien

- GR Dynamik
(WKN: A0H 0W9)
Schwerpunkt: Small-Cap Edelmetall- & Rohstoffaktien / Standardaktien

Unsere drei Anlageinstrumente sind die einzigen Publikumsfonds, welche im Rahmen der säkularen Kapitalmarktzyklik verwaltet werden. Die kurzfristige Volatilität wird von uns nicht gehandelt. Sollte der Markt eine langfristige Trendwende vollziehen, werden wir – im Rahmen der makroökonomischen Zyklik – strategisch wieder von Edelmetall- & Rohstoff- hin zu Standardaktien wechseln, wie wir es zuletzt umgekehrt im Jahr 2000 vollzogen haben.



Diese Publikation beruht auf von uns nicht überprüfbaren, allgemein zugänglichen Quellen, die wir für zuverlässig halten, für deren Richtigkeit und Vollständigkeit wir jedoch keine Gewähr übernehmen können. Sie gibt unsere unverbindliche Auffassung über den Markt und die Produkte zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses wieder, ungeachtet etwaiger Eigenbestände in diesen Produkten. Diese Publikation ersetzt nicht die persönliche Beratung. Sie dient nur zu Informationszwecken und gilt nicht als Angebot oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf. Für weitere zeitnähere Informationen über konkrete Anlagemöglichkeiten und zum Zwecke einer individuellen Anlageberatung wenden Sie sich bitte an Ihren Anlageberater.

© Global Resources Invest GmbH & Co. KG 

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Ihr Ansprechpartner bei der pro aurum KG:
Benjamin Summa, Unternehmenssprecher
Telefon: +49 (89) 444 584 344
Mobil: +49 (151) 16 24 51 51
E-Mail: benjamin.summa@proaurum.de

 

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