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Goldreport - Ausgabe 07/2016

 

Chartanalyse

29.07.16

Goldreport pro aurum


Ausgabe 07 / 2016

Gold: Atempause nach Kurssprung

Anfang Juli markierte der Goldpreis zwar bei 1.375 Dollar ein neues Zweijahreshoch, eine nachlassende Risikoaversion im Zuge der sich erholenden internationalen Aktienmärkte hat den Krisenschutz nachfolgend dann aber spürbar gebremst. Echter Verkaufsdruck kam bislang allerdings nicht auf.


Gold & Silber: Technische Korrektur nach Höhenflug

DAX und Euro Stoxx 50 haben ihre durch den „Brexit“ bedingten Kursverluste wieder aufgeholt und damit die Anziehungskraft des gelben Edelmetalls geschwächt. Der Goldpreis rutschte deshalb wieder unter sein Zweijahreshoch, hält sich aber dennoch fast neun Prozent über seinem „Vor-Brexit- Niveau“. Bei Silber fällt dieser Prozentsatz mit 18 Prozent doppelt so hoch aus. Dies lässt vor allem einen Schluss zu: Gold und Silber überzeugen in diesem Jahr – und das nicht erst seit dem „Brexit“ – durch ein hohes Maß an relativer Stärke. Offensichtlich scheinen derzeit die beiden Anlageklassen Aktien und Edelmetalle (Gold und Silber) von den geldpolitischen und verbalen Stützungsaktionen der Notenbanken zu profitieren, wobei die Motive der handelnden Akteure allerdings unterschiedlicher nicht sein könnten. Die einen vertrauen darauf, dass die Hilfen der Notenbanken wirken werden, die anderen möchten sich gegen ein denkbares Scheitern des Experiments absichern. Interessant dabei: Bei den Krisenwährungen fällt das Nachholpotenzial gegenüber den alten Rekordhochs mit über 150 Prozent bei Silber und 43 Prozent bei Gold erheblich höher als bei den meisten Aktienindizes aus.

Für Robert Hartmann, Gründer und Geschäftsführer von pro aurum, kam die starke Silberperformance nicht ganz aus heiterem Himmel. Im pro aurum Marktbericht für den Monat März stufte er Silber aussichtsreicher als Gold ein und lag damit „goldrichtig“. Diesbezüglich merkt er nun Folgendes an und sagt: „Blickt man auf die historische Gold-Silber-Ratio, fällt auf, dass Werte oberhalb von 80 historisch günstige Momente waren, etwas Gold zu verkaufen und dafür in Silber zu investieren.“ In den vergangenen 30 Jahren lag der durchschnittliche Wert für diese Bewertungskennzahl im Bereich von 50. Hartmann weist darauf hin, dass man aktuell 67 Unzen Silber für eine Unze Gold berappen muss und meint: „Ich sehe für Silber noch einiges Outperformancepotenzial gegenüber Gold.“ 

Hier sehen Sie die neue Ausgabe von pro aurum TV mit Goldexperte Ronald Stöferle:


Nachhaltige Nervosität unter Notenbanken


Heiße Diskussionen um die Geldpolitik der weltweit wichtigsten Notenbanken standen auch im Juli auf der Tagesordnung. In Japan sorgte der Wahlsieg von Shinzo Abe zu einem Comeback der Diskussion um Helikoptergeld. Nachdem in Japan weder niedrige bzw. negative Zinsen noch kreditfinanzierte Kaufprogramme zum erhofften Konjunkturaufschwung inklusive Inflation geführt haben, denkt man nun offensichtlich über ein neues Experiment nach: Helikoptergeld. Das direkte Verteilen von Geld an den Staat oder die Bürger kann zweifellos als besonders expansive Form der Geldpolitik bezeichnet werden. Ob diese geldpolitische Maßnahme den erhofften Erfolg bringen wird, darf bezweifelt werden.

In Europa dürfte zudem mit dem drohenden EU-Austritt der Briten eine baldige Normalisierung der Zinspolitik erst einmal vom Tisch sein. Die Bank of England weigerte sich zwar bei ihrer Sitzung am 14. Juli, die Zinsen zu senken, doch aufgeschoben heißt nicht aufgehoben. Am 4. August treffen sich die britischen Notenbanker erneut. Die Hilferufe der Finanzmärkte dürften angesichts des völlig ungewissen Ausgangs des Experiments „Brexit“ sicherlich nicht verstummen. Doch der italienische EZB-Chef Mario Draghi hat noch weitere „Probleme am Hals“ – vor allem in seinem Heimatland. Dort kämpfen die Finanzinstitute gegen einen Berg an faulen Krediten, allen voran die Banca Monte dei Paschi di Siena. Die älteste Bank der Welt kämpft sogar ums Überleben. Robert Hartmann sieht die ultraexpansive Geldpolitik der EZB als einen Grund für die Malaise europäischer Banken, insbesondere die massiven Eingriffe in den Anleihemarkt. Dass aktuell weltweit Anleihen im Gegenwert von 15 Billionen Dollar negative Renditen ausweisen, bezeichnet er als „absolut irrational“ und erklärt: „Dies schlägt sich natürlich negativ auf das Geschäftsmodell der meisten Banken durch. Wichtige Branchenindizes europäischer Banken haben daher in den vergangenen zehn Jahren zu Recht 75 Prozent an Wert verloren.“ In der aktuell extrem unsicheren Gemengelage zieht er folgendes Fazit und sagt: „Sollte sich die europäische Bankenkrise ausweiten, wird das natürlich den Edelmetallen Rückenwind verleihen. Am 29. Juli erwarten wir die Ergebnisse des Stresstests der EZB. Dann werden wir sehen, wie es mit den Banken weitergeht.“


Tauziehen zwischen Käufern und Verkäufern

Robert Hartmann bezeichnete die Edelmetallumsätze in der ersten Julihälfte noch als „ganz ansprechend“. Der erfahrene Edelmetallexperte stellt klar: „Eine hohe Schwankungsbreite ist immer der Garant für stetige Umsätze bei Edelmetallhändlern – egal, ob der Preis steigt oder fällt.“ Für Hartmann ist daher eines klar: Damit sich das Geschäft belebt, braucht es nun mehr Bewegung beim Goldpreis. Er merkt an, dass an manchem Handelstag im Juli aufgrund des gestiegenen Euro-Goldpreises auf fünf Käufer fünf Verkäufer kamen. Diese Aktivitäten haben dann ab der Monatsmitte aber deutlich nachgelassen. Hartmann meint: „Es scheint, als warten die Anleger derzeit ab. Die Käufer sehnen sich niedrige Kurse herbei, während die Verkäufer gerne höhere Preise sehen möchten.“

In einem solchen Umfeld bietet die von pro aurum angebotene Limitfunktion einen extrem hohen Nutzwert. Diese funktioniert denkbar einfach: Der Kunde erteilt pro aurum bei der Orderaufgabe ausdrücklich einen Mindest- bzw. Höchstkurs, also das Limit, zu dem er zu verkaufen oder zu kaufen beabsichtigt. Der ständige Blick auf den Markt und die Performance der Edelmetalle ist dann nicht mehr nötig – die Limitorder wird automatisch ausgelöst, wenn der vorher festgelegte Kurs über- bzw. unterschritten wird. Weitere Infos zur Limitorder finden Sie hier.

Angesichts diverser systemischer Risiken, wie dem drohenden Brexit oder der italienischen Bankenkrise, drängt sich ein Komplettverkauf der Goldbestände aber sicherlich nicht auf. Goldexperte Ronald Stöferle von der Liechtensteiner Vermögensverwaltung Incrementum ist überzeugt, dass sich Gold mittlerweile wieder in einem Bullenmarkt befindet und wir uns auf einige schöne Jahre freuen dürfen. In einem Interview auf pro aurum TV prognostizierte er bis Juni 2018 einen Anstieg des Goldpreises auf 2.300 US-Dollar. Das komplette Interview zur aktuellen Goldstudie „In Gold we Trust“ können Sie hier abrufen.

Drei Fragen an die Privatkunden von pro aurum

An der jüngsten Sentiment-Umfrage von pro aurum haben im Juli 450 Personen teilgenommen. Im Juli war – möglicherweise auch aufgrund des drohenden EU-Austritts der Briten – unter deutschen Anlegern gegenüber dem Vormonat eine zunehmende Kauflaune auszumachen. Nach 32,4 Prozent im Juni erhöhte sich der Anteil der Käufer nämlich auf 39,4 Prozent, während im Gegenzug bei den Anlegern mit abwartender Haltung ein Rückgang von 67,6 auf 60,4,6 Prozent zu Buche schlug.


Dies machte sich auch bei der Bewertung von Edelmetallen bemerkbar. Interessant dabei: Mittlerweile stufen 71,0 Prozent der Befragten Edelmetalle als unterbewertet ein. Im Monat zuvor fiel diese Quote mit 68,2 Prozent niedriger aus. Eine Überbewertung sehen hingegen lediglich 7,9 Prozent der Anleger (Juni: 12,9 Prozent), während nach 18,9 Prozent im Monat zuvor gegenwärtig 21,1 Prozent der Befragten Edelmetalle als fair bewertet betrachten.


Ein deutlich gestiegener Optimismus konnte man bei der Frage nach den Preisperspektiven von Edelmetallen für das kommende Quartal feststellen. So kletterte im Juli zum Beispiel der Anteil der Optimisten von 31,9 auf 40,7 Prozent, zugleich brach die Quote der Pessimisten von 34,5 auf 10,3 Prozent regelrecht ein. Am stärksten war hingegen die Meinung vertreten, dass es auf Dreimonatssicht zu einem Seitwärtstrend kommen wird. Im Vergleich zum Vormonat war hier nämlich ein signifikanter Zuwachs von 33,6 auf 49,0 Prozent beobachtet worden.


 

 

Chart des Monats von pro aurum-Partner Uwe Bergold: Platin mit neuem zyklischen Kaufsignal

Nach Gold und Silber hat nun im Juli auch Platin in US-Dollar ein neues zyklisches Kaufsignal generiert. Im Rahmen der säkularen Rohstoff-Hausse, die zum Jahrtausendwechsel begann (seitdem investieren wir in unserem Vermögensverwaltungskonzept zu je 1/3 in Gold, in Silber und in Gold- & Silberaktien), befindet sich nun auch das wichtigste Platingruppenmetall in der finalen Impulsphase. Somit bestätigt auch die immer weiter zunehmende Marktbreite der Rohstoffe das begonnene Finale der strategischen Gold- & Rohstoff-Hausse. Das Wesentliche eines langfristig erfolgreichen Investments ist es, ein Konzept zu besitzen (Strategie), welches den Anfang und rechtzeitig auch das Ende eines säkularen Trends visualisiert. Wer den Anfang einer Bewegung nicht realisiert, wird auch das Ende einer Bewegung nicht erkennen. So wie wir am Anfang dieser säkularen Gold-Hausse – zum Jahrtausendwechsel – alles in Gold, Silber und Edelmetallaktien investiert haben, so werden wir am Ende dieses strategischen Trends auch alle Edelmetallinvestments in unseren drei Fonds wieder verkaufen.

 

 

 

 
Unsere – im Rahmen der säkularen Zyklik – verwalteten Investmentfonds:


- pro aurum ValueFlex (WKN: A0Y EQY)
Schwerpunkt: Gold, Large-Cap Edelmetall- & Rohstoffaktien / Standardaktien

- GR Noah
(WKN: 979 953)
Schwerpunkt: Mid-Cap Edelmetall- & Rohstoffaktien / Standardaktien

- GR Dynamik
(WKN: A0H 0W9)
Schwerpunkt: Small-Cap Edelmetall- & Rohstoffaktien / Standardaktien

Unsere drei Anlageinstrumente sind die einzigen Publikumsfonds, welche im Rahmen der säkularen Kapitalmarktzyklik verwaltet werden. Die kurzfristige Volatilität wird von uns nicht gehandelt. Sollte der Markt eine langfristige Trendwende vollziehen, werden wir – im Rahmen der makroökonomischen Zyklik – strategisch wieder von Edelmetall- & Rohstoff- hin zu Standardaktien wechseln, wie wir es zuletzt umgekehrt im Jahr 2000 vollzogen haben.



Diese Publikation beruht auf von uns nicht überprüfbaren, allgemein zugänglichen Quellen, die wir für zuverlässig halten, für deren Richtigkeit und Vollständigkeit wir jedoch keine Gewähr übernehmen können. Sie gibt unsere unverbindliche Auffassung über den Markt und die Produkte zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses wieder, ungeachtet etwaiger Eigenbestände in diesen Produkten. Diese Publikation ersetzt nicht die persönliche Beratung. Sie dient nur zu Informationszwecken und gilt nicht als Angebot oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf. Für weitere zeitnähere Informationen über konkrete Anlagemöglichkeiten und zum Zwecke einer individuellen Anlageberatung wenden Sie sich bitte an Ihren Anlageberater.

© Uwe Bergold 

 

Hier können Sie den Goldreport auch als PDF downloaden.

Ihr Ansprechpartner bei der pro aurum KG:
Benjamin Summa, Unternehmenssprecher
Telefon: +49 (89) 444 584 344
Mobil: +49 (151) 16 24 51 51
E-Mail: benjamin.summa@proaurum.de

 

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