Hauptinhalt

 
   

Goldreport - Ausgabe 01/2016

 

Chartanalyse

28.01.16

Goldreport pro aurum


Ausgabe 01 / 2016

Gold: Jahresauftakt macht Lust auf mehr

Wie in den beiden Jahren zuvor legte der Goldpreis einen freundlichen Jahresauftakt hin – wenngleich nicht ganz so dynamisch. Die Inflation geopolitischer Krisenherde und der Ausverkauf an den internationalen Aktienmärkten waren hierfür maßgeblich verantwortlich. Eine Inflation der Konsumentenpreise lässt aber weiter auf sich warten – zumindest, wenn man den offiziellen Daten Glauben schenkt.

 Die seit dem Jahreswechsel bei Brent und WTI zu beobachtenden Preisabschläge von mehr als 20 Prozent dürften die Inflation weiterhin bremsen. Für Deutschland wurde zuletzt eine Dezember-Inflation in Höhe von 0,3 Prozent p.a. gemeldet, während sich das US-Pendant bei 0,7 Prozent eingependelt hat. Das heißt: Das gelbe Edelmetall ist derzeit eher als Krisenschutz und weniger als Inflationsschutz gefragt.

 US-Goldmünzen bleiben gesucht

 Selbst US-Investoren scheinen trotz starker Wirtschaft und starkem Dollar an Gold in physischer Form weiterhin Gefallen zu finden. Darauf deuten zumindest die jüngsten Absatzzahlen der Münzprägeanstalt US Mint hin. Bislang wurden in den ersten 16 Handelstagen 272.000 Feinunzen Gold (American Eagles) und 5,73 Millionen Feinunzen Silber (American Silver Eagles) ausgeliefert. Zur Erinnerung: Im Jahr zuvor fielen die Goldverkäufe nur im Juli (317.500 Feinunzen) und September (302.500 Feinunzen) noch höher aus. Bei Silber wurde seit dem Jahreswechsel der beste Vorjahresmonat (Januar: 5,53 Millionen Feinunzen) sogar vor dem Monatsende übertroffen.

 Robert Hartmann, Gründer und Geschäftsführer von pro aurum, berichtet ebenfalls über einen ausgesprochen erfreulichen Jahresstart bei Gold und Silber. Bestseller waren bei den Goldbarren vor allem die Gewichtseinheiten 50 Gramm und 100 Gramm. Bei den Goldmünzen waren in erster Linie die Unzenmünzen Krügerrand, australisches Känguru und Wiener Philharmoniker gesucht. Weil die Lager nach dem Jahresabschluss wieder aufgefüllt wurden, bezeichnet Hartmann die aktuelle Versorgungslage als gut. Für das Gesamtjahr 2015 zog er ebenfalls eine positive Bilanz und erklärt: „In der pro aurum Gruppe haben wir im Jahr 2015 ein Umsatzplus von knapp 25 Prozent bei den Goldverkäufen und plus 12 Prozent bei den Silberverkäufen realisiert. Als besonders umsatzstark erwiesen sich das erste Quartal und der Monat Dezember.“ An die von der Finanz- und Eurokrise geprägten Jahre 2008 bis 2011, die absoluten Spitzenjahre in der zwölfjährigen Unternehmensgeschichte von pro aurum, reichte das vergangene Geschäftsjahr aber nicht heran.

 Zuflüsse beim weltgrößten Gold-ETF

 Die negative Tendenz des Goldpreises war 2015 unter anderem auf die massiven Kapitalabflüsse des weltgrößten Gold-ETFs SPDR Gold Shares zurückzuführen. Dessen gehaltene Goldmenge nahm nämlich im vergangenen Jahr um 66,65 Tonnen ab, was dessen Marktwert im selben Zeitraum um 5,39 Milliarden Dollar reduziert hat. Dieser Negativtrend scheint erst einmal gestoppt zu sein. Seit dem Jahreswechsel hat sich nämlich das Gewicht des physisch besicherten Finanzprodukts von 642,37 Tonnen auf 664,17 Tonnen (Stand: 25. Januar 2016) erhöht und hat dadurch bei Gold die Zahl der Belastungsfaktoren reduziert.

 Analysten von UBS raten zu Gold

 Dieser Ausblick für 2016 hatte zweifellos Seltenheitswert. Die Schweizer UBS gehört mit einem verwalteten Vermögen von mehr als 1.000 Milliarden Dollar zwar nicht zu den zehn weltgrößten Vermögensverwaltern, ihre Marktmeinung hat dennoch Gewicht. Der Rat, Aktien zu verkaufen und Gold zu kaufen, war in Bankenkreisen bislang nicht salonfähig. Dem marktbreiten US-Aktienindex S&P-500 gestehen die UBS-Analysten im zweiten Quartal zwar noch ein Top zu, danach soll es aber zu einem „Bärenmarkt“ mit einem Rückschlagpotenzial von 20 bis 30 Prozent kommen. In diesem Jahr soll bei Gold vor allem das Kaufargument „sicherer Hafen“ ziehen, 2017 könnte dann ein schwacher Dollar für zusätzliche Nachfrage sorgen. Besonders interessant: Eine Goldblase würden die UBS-Experten dem gelben Edelmetall erst bei Preisen um 3.300 Dollar attestieren.

Gold-Ausblick von Robert Hartmann

Vertrauen die Investoren in diesem Jahr weiterhin den Notenbanken, sieht Robert Hartmann wenig Chancen auf substanzielle und nachhaltige Kurszuwächse des gelben Edelmetalls. Er gibt jedoch zu bedenken und sagt: „Man muss aber wachsam sein. Die Allmacht der Zentralbanken bekommt Risse.“ So weist Hartmann in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die Schweizerische Nationalbank im vergangenen Jahr die Untergrenze für den Schweizer Franken zum Euro nicht halten konnte. Die Marktkräfte seien schlichtweg größer gewesen als die Möglichkeiten der Notenbanker. Kritisch sieht er auch das erste Anheben der US-Leitzinsen seit fast zehn Jahren. Goldexperte Hartmann meint: „Monatelang berichteten die Verantwortlichen bei der Fed von einem starken Wachstum in den USA und trotzdem hat diese sich bis zum Dezember mit der Zinsanhebung Zeit gelassen. Eine nochmalige Verschiebung hätte die Glaubwürdigkeit der Fed wohl stark untergraben.“

 Weil nach der Anhebung die Wirtschaftsdaten schwächer als erwartet ausfielen, wird mittlerweile heiß diskutiert, ob es jemals einen zweiten Zinsschritt geben wird. Einige Analysten erwarten sogar eine neue Runde an Anleihekäufen durch die amerikanische Notenbank (QE4). Hartmann zieht daraus folgenden Schluss und erklärt: „Egal, was auch kommt: Die Löcher in der Matrix werden größer. Verlieren große Investoren das Vertrauen in die Möglichkeiten der Notenbanken, die Börsen und Anleihemärkte stabil zu halten, beginnt die Sternstunde der Edelmetalle.“ Die charttechnische Situation beim Goldpreis betrachtet der pro aurum Geschäftsführer zudem als „sehr interessant“. Noch verläuft der Goldpreis in einem abwärts gerichteten Keil. Bricht die Notierung nach oben aus, erwartet Hartmann sehr schnelle und erratische Kursbewegungen nach oben.

Drei Fragen an die Privatkunden von pro aurum

An der jüngsten Sentiment-Umfrage von pro aurum hatten sich im Januar insgesamt 475 Personen beteiligt. Die zum Jahresstart freundlicher tendierenden Edelmetallpreise haben die Kaufbereitschaft der Anleger leicht gedämpft. Der Anteil der Käufer rutschte von 42,6 auf 39,8 Prozent ab, während bei den Anlegern mit abwartender Haltung ein Zuwachs von 57,4 auf 60,2 Prozent zu verzeichnen war.

Bei der Frage nach der Bewertung der Edelmetalle gab es ebenfalls leichte Verschiebungen. Der Anteil der Befragten, die Edelmetalle derzeit als unterbewertet einstufen, hat sich im Berichtszeitraum erneut reduziert – diesmal von 74,7 Prozent (Dezember) auf 71,2 Prozent. Im Fahrwasser der positiven Preisentwicklung sahen 9,7 Prozent eine Überbewertung (Vormonat: 7,1 Prozent), während nach 18,2 Prozent im Dezember nunmehr 19,1 Prozent der Anleger der Meinung sind, dass Gold & Co derzeit fair bewertet sind.

Befragt nach den Preisperspektiven der Edelmetalle für das kommende Quartal, waren trotz der Kursrallye keine signifikanten Veränderungen zur Umfrage im Dezember registriert worden. So rechnet zum Beispiel weiterhin eine Mehrheit von 43,7 Prozent der Umfrageteilnehmer (Vormonat: 44,3 Prozent) mit einem Seitwärtstrend. Rückläufige Edelmetallpreise prognostizieren mittlerweile 40,1 Prozent der Befragten (Dezember: 39,4 Prozent). Unter den Optimisten gab es im Berichtszeitraum einen leichten Rückgang von 16,5 auf 16,2 Prozent zu verzeichnen. 

Chartanalyse: Goldpreis in Südafrikanischen Rand mit neuem Allzeithoch

Parallel zum Goldpreis in USD, der sich noch immer in einer zyklischen Baisse – innerhalb seiner intakten säkularen Hausse – befindet, beginnt der Goldpreis in immer mehr anderen Währungen bereits wieder zu haussieren. So hat zum Beispiel der Goldpreis in südafrikanischen Rand (ZAR) im Dezember 2015 – vom Publikum unbemerkt – ein neues Allzeithoch generiert. Sein zyklisches Korrekturtief ließ er bereits, wie auch der Goldpreis in Euro, im Jahr 2013 hinter sich (siehe hierzu bitte die Abbildung). Neben Südafrika hat der Goldpreis noch in zwei weiteren BRICS-Währungen, dem Brasilianischen Real und dem Russischen Rubel, ebenfalls ein neues Allzeithoch erklommen. Betrachtet man die Währungsgeschichte, so kündigen die wieder zunehmende Marktbreite und immer mehr neue All-Time-Highs in nicht allzu ferner Zukunft auch neue Allzeithöchststände beim Goldpreis in EUR und in USD an.    

Unsere – im Rahmen der säkularen Zyklik – verwalteten Investmentfonds:

  • pro aurum ValueFlex (WKN: A0Y EQY)
       Schwerpunkt: Large-Cap Edelmetall- & Rohstoffaktien/Standardaktien
  • GR Noah (WKN: 979 953) - Schwerpunkt: Mid-Cap Edelmetall- & Rohstoffaktien/Standardaktien
  • GR Dynamik (WKN: A0H 0W9) - Schwerpunkt: Small-Cap Edelmetall- & Rohstoffaktien/Standardaktien 

 

Hier können Sie den Goldreport auch als PDF downloaden.

Ihr Ansprechpartner bei der pro aurum KG:
Benjamin Summa, Unternehmenssprecher
Telefon: +49 (89) 444 584 344
Mobil: +49 (151) 16 24 51 51
E-Mail: benjamin.summa@proaurum.de

 

Disclaimer:
Alle auf diesen Internet-Seiten enthaltenen Bewertungen, Stellungnahmen oder Erklärungen sind diejenigen des Verfassers der Dokumente und stimmen nicht notwendigerweise mit denen dritter Personen überein. Die pro aurum KG gibt keine Gewährleistungen oder Zusicherungen hinsichtlich der Vollständigkeit und Richtigkeit der Informationen oder Meinungen auf diesen Internet-Seiten ab. Die pro aurum KG übernimmt keine Haftung für Verluste, die durch die Verwendung dieser Informationen verursacht werden oder damit in Zusammenhang stehen. Die auf diesen Internet-Seiten zur Verfügung gestellten Informationen stellen keine Anlageberatung oder sonstige Empfehlung zum Erwerb von Finanzinstrumenten dar. Es handelt sich auch nicht um Finanzanalysen. Die auf diesen Internet-Seiten der pro aurum KG bereitgestellten Informationen können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Investitionsentscheidung bezüglich irgendwelcher Finanzinstrumente sollte auf keinen Fall auf der Grundlage dieser Informationen erfolgen. Bitte beachten Sie die Angaben zum Stand der Informationen. Die Informationen können durch aktuelle Entwicklungen überholt sein, ohne dass die bereitgehaltenen Informationen geändert wurden. Das Nutzungsverhältnis dieser Internet-Seiten der pro aurum KG unterliegt deutschem Recht. Gerichtsstand ist München. 

Die Informationen auf diesen Internet-Seiten sind Informationen der pro aurum KG. Sie richten sich nur an Personen, die ihren dauerhaften Wohnsitz/Geschäftssitz in der Bundesrepublik Deutschland haben. Sie richten sich ausdrücklich nicht an US-Personen und Personen mit Wohnsitz in den Vereinigten Staaten von Amerika, Kanada, im Vereinigten Königreich oder in anderen Ländern als der Bundesrepublik Deutschland.

 


Auf Twitter folgen:
pro aurum TV abonnieren:
 
28.01.16
 
text
text
text

 

text
text
text